Ljuba Arnautović,

geboren 1954 in Kursk (UdSSR), lebt nach wechselnden Aufenthalten in Wien, München und Moskau seit 1987 in Wien. Studium der Sozialpädagogik, Mitarbeit an Projekten des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW), Russisch-Übersetzerin, Rundfunkjournalistin. Zahlreiche Radiofeatures, Reportagen, Essays; zweifache Exil-Literaturpreisträgerin; Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. »Im Verborgenen« ist ihr erster Roman.

Fotocredit: Paul Feuersänger

Im Verborgenen (Picus Verlag)

Genofeva arbeitet in der Kanzlei des Oberkirchenrats in Wien. Es ist das Jahr 1944. Niemand ahnt, dass sie in ihrer Wohnung über Monate hinweg Menschen versteckt. Niemand weiß auch um ihre politische Vergangenheit, die sie selbst in größte Gefahr bringen könnte. 
Sie muss ihren Schmerz und ihre Einsamkeit verbergen: Beide Söhne befinden sich seit Jahren in der UdSSR und der Kontakt zu ihnen ist abgerissen. Ihr Mann ist längst in Australien und damit in einem anderen Leben angekommen. 
Eines Tages trifft Genofeva, die sich Tante Eva nennen lässt, auf Walter. Auch er muss schließlich in ihr Versteck fliehen. Dort kommen sich die zwei verlorenen Seelen näher.
Renata Schmidtkunst (Ö1): „Nicht eine Sekunde Langeweile, nicht eine Sekunde Bedeutungslosigkeit! Eine Geschichte von Liebe und Idealen, Mut und Lebenswillen. Ein Stück Wiener Geschichte.“